Dienstag, 24. März 2015
WHISKY UND NICHTS
Gestern bin ich über den äusserst entzückenden Filmtitel DIESES SCHÖNE SCHEISSLEBEN gestolpert. Das hat mich ziemlich genervt. Gäbe es einen schöneren und passerenden Titel für meine Autobiografie?! Nicht dass ich im Sinn hätte eine Autobiografie zu schreiben (Ok, das ist gelogen, aber es klingt einfach so doof.) aber genervt hat es mich trotzdem. Dass ich nicht vor Doris Dörrie auf die Idee kam meine ich, denn DIESES SCHÖNE SCHEISSLEBEN ist der Titel ihrer Doku über weibliche Mariachis in Mexico. Ich hab ihn noch nicht gesehen, aber ich denke es lohnt sich, sich diesen mal an zu schauen.
Was wollt ich eigentlich sagen? Eigentlich nichts wirklich, ich glaub ich hab grad nichts zu sagen. Ich hab einfach Lust zu schreiben und mich wiedermal in dieses Gefühl hinein zu leben. Dieses Gefühl des Schreibens. Das Gefühl des FLIESSEN LASSENS. Ich hoffe während dem Schreiben über NICHTS auf INSPIRATION. Möchte eintauchen, abtauchen, mich in den Buchstaben verlieren.
Heute hab ich wiedermal beschlossen, dass ich nun Whisky-Trinkerin werde. Das hab ich schon mal (nicht getrunken, beschlossen) aber irgendwie fehlte mir dann doch die Motivation. Trinken ist ja immer etwas, dass ein gewisses Maas an Motivation voraussetzt. Eigentlich genau so wie das Nicht-Trinken. Und auf einmal wird mir diese ganze Komplexität bewusst.
Ich schweife ab.
WHISKY.
Da kann man sich fragen, hmm wieso will die Alte nun ausgerechnet Whisky-Trinkerin werden? Nun gut, es ist so: ICH BIN EINE SCHEISS HOFFNUNGSLOSE ROMANTIKERIN! (so, nun ist es raus) Und was gibt es romantischeres, ja schöneres (in seiner ganzen Melancholie) wenn man den entzückenden Rücken einer Frau im schlicht-schwarzen Etui-Kleid mit hochgesteckten Haaren von hinten an einer Bar sitzen sieht, sich dann um 90 Grad dreht um das Seitenprofil dieser Frau zu sehen und dann diese Frau dort alleine an der Bar sitzend am Whisky trinken sieht. Audrey Hepburn auf Whisky. So in etwa. So eine Art Philosophie. Einfach ohne Rotwein. Sondern mit Whisky. Ich finde das ist der Inbegriff von STIL. Aber vielleicht hab ich auch einfach zu viele Filme gesehen. Oder ich sollt mal ein Buch schreiben. Natürlich keine Autobiografie. Aber vielleicht einen Roman. Schliesslich bin ich ja so ROMAN-TISCH.
Und falls das hier ein Whisky-Kenner liest, welcher sein Wissen gerne weiter geben würde: HIT ME UP! Bis dahin trink ich mal noch meinen Rotwein aus.
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