
Wir verstricken uns, sind gefangen im Netz. Im einem Netz – von unseren Vorfahren erschaffen – von uns am Leben erhalten. Sind verschlungen. Unsere Körper kleben aneinander, wir verwachsen. Schweben in einem Trancezustand aus Wörtern und Klängen. Die Freiheit ist um die Ecke. Wo ist die Ecke? Die rechte oder die Linke? Wieso nicht gerade aus? Müssen wir abbiegen um uns nicht zu verbiegen? Können wir nicht einfach weiter schwimmen? Noch ein bisschen schweben. Fünf Minuten noch. Stell den Wecker aus. Nur fünf Minuten. Weck mich nicht auf. Bitte. Setz dich neben mich und betrachte meinen Schlaf. Denk dich in meine Träume hinein. Vielleicht handeln sie von dir. Weck mich nicht auf. Hör auf meinen Atem. Er ist ruhig. Entspannt. Ich schwebe. Träume mir unser Netz. Vernetze unsere Träume, nähe sie zusammen mit dem Faden des Glücks. Berühre meinen Traum. Ist er nicht weich, ganz sanft? Komm in meine Welt und lass uns Achterbahn fahren. Schau nicht runter, schwindelig wird dir auch so. Lass dich fallen. Vertrau mir. Halt dich nicht länger fest. Das Netz wird dich auffangen – du hast lange genug daran gesponnen.
haha, der schlusssatz ist gott...
AntwortenLöschen