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Dienstag, 18. Januar 2011

I WISH


Ich wünschte, wir könnten zurück. Zurück in die Zeit, in der alles anders war. In die Zeit der Unschuld. Zurück in eine Zeit, in der alles leicht war.

Ich wünschte, ich könnte die Worte zurück nehmen. Worte die mir über die Lippen kamen ohne an deren Auswirkungen zu denken.

Ich wünschte, ich hätte mich selbst zensiert.

Ich wünschte, ich hätte mich nicht von meinen Gefühlen leiten lassen, sondern auf meinen Verstand gehört.

Ich wünschte, mein Verstand und mein Herz wären Freunde gewesen.

Ich wünschte, mein liebstes Lied für mich behalten zu haben.

Ich wünschte, die einstige Unschuld nicht zerstört zu haben.

Ich wünschte, wieder auf dieser Bank zu sitzen an diesem lauen Abend im Oktober. Frei von jeglichem Schmerz, frei von Vorwürfen und alles was mich umgibt, ist das Gefühl, eines sich langsam davon machenden Sommers.

Ich wünschte, wir hätten uns danach nie wieder gesehen und die kurze Magie des Augenblicks in Erinnerung behalten.

Ich wünschte, ich könnte in diese Zeit zurück. Ich würde die Zeit anhalten, diesen Moment geniessen und danach auf mein Fahrrad steigen, in der Nacht verschwinden und diese Augenblicke mit der Leichtigkeit eines Kleinkindes im Herzen tragen.

Alle paar Jahre würde ich mit dem Fahrrad an dem Platz vorbeifahren und mich fragen wie es wohl gewesen wäre, wenn wir uns wieder gesehn hätten. Ich würde einen melancholischen Nachgeschmack im Magen fühlen und weiter fahren. Doch mir wäre der Schmerz erspart geblieben.

Es wird leichter. Die Zeit trägt den Schmerz davon und was bleibt ist dieser fade Nachgeschmack des Schmerzes. Diese Leere, welche von Bedauern ausgefüllt wird und der Wunsch, ja der innige Wunsch, in die einstige Zeit zurück zu können und alles anders zu machen. Mein Gesicht zu bewahren und mich selbst in einem besseren Licht zurück zu lassen.

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