Freitag, 26. Oktober 2012
Wo ist die Liebe hin?
Es gibt da einen Mann. Dieser Mann liebt eine Frau. Die Frau, nun ja, sie liebt ihn nicht. Nicht, dass sie ihn nicht mögen würde, das tut sie, das tut sie wirklich. Von Herzen sogar. Aber sie liebt ihn nunmal einfach nicht. Aber sie liebt, dass er sie liebt. Das ist es. Das hält diese Liebe, die keine ist, am leben. Sie ist der Nährboden für etwas, dass eine Lüge ist. Ist die Frau egoistisch? Ist es nicht egoistisch, einen Mann zu "besetzten", wenn Sie ihn nicht liebt? Ihn nicht so liebt, wie er SIE liebt? Ist die Frau die Liebe des Mannes überhaupt wert? Entwertet sie sich durch das Verhalten der Frau nicht unverzüglich?
Und was meint den überhaupt der Mann dazu? Ist es möglich, dass er wirklich nicht im Bilde ist über die wahren Gefühle der Frau? Oder gibt er sich einfach mit dem, was er von der Frau kriegt zufrieden? So lebt der Mann, wie auch die Frau einen Kompromiss. Der Kompromiss der die Liebe an sich entwertet. Von Grund auf. Einer der so tut, als wäre das alles. Als wäre das alles was man kriegen kann. Als wüsste man mit dem Leben mit sich allein nichts anzufangen. Als mache es mehr Sinn, eine Liebe zu leben, die keine ist, als dass man den Weg zurück zu sich selbst finden würde.
So lebt der Mann seinen Kompromiss.
Und so lebt die Frau den ihren.
Vielleicht geht es ihnen damit sogar gut.
Aber ist gut genug?
Was ist aus dieser ECHTEN Liebe geworden? Diese Liebe, die keine Fragen stellt, die keinen Zweifel lässt, die einfach ist um ihrer selbst Willen? Wo es nichts zu rütteln gibt, weil alles klar ist, weil es einfach ist, und damit meine ich nicht mit Betonung auf dem Wort EINFACH sondern auf dem Wort IST!
Gibt es die überhaupt?
Oder habe ich einfach zu viele Bücher gelesen und zu viele Filme geschaut?
Liegt es an unserer Zeit?
Oder bleibt sie einfach nur mir verwehrt? Und diesem Mann. Und dieser Frau.
War das früher einfacher?
Ticken die Menschen einfach anders? Drehen wir uns durch unsere in den letzten jahren stetig zunehmende Unabhängigkeit selbst einen Strick draus? Haben wir uns mit der Emanzipation selbst ein Bein gestellt?
Oder bin ich einfach eine hoffnungslose Romantikerin, die nicht begreiffen will, das Liebe harte Arbeit ist und nicht von selbst kommt? Oder dass es diese, so wie ich sie mir ausmale schlicht und einfach nicht gibt? Für mich nicht gibt?
Ja, ich frage nun in die Welt hinaus:
WO IST DIE LIEBE GEBLIEBEN?
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