
Ich renne durch die Gegend, renne umher. Bin rastlos. Ausser Atem. Ich brauche Kraft, drohe um zu fallen. Ich renne. Renne ohne Pause. Hab keine Zeit. Bin falsch abgebogen und finde den Weg nicht mehr. Anstatt vor mir selbst davon zu rennen, renne ich nun meinem eigenen Schatten hinter her. Ich komme an der nächsten Kreuzung an und kann mich für keine Richtung entscheiden. Rechts? Links? Geradeaus? Oder einfach wieder umkehren? Darf nicht stehen bleiben. Renne im Kreis. Werde langsamer. Mag nicht mehr. Meine Beine drohen unter mir zusammen zu brechen. Wo geht's lang? Wo will ich hin? Ja nicht stehen bleiben, immer schön weiter rennen. NICHT stehen bleiben. Auf einmal wird alles ganz hell, ich öffne die Augen und merke dass ich hingefallen bin. Meine Knie bluten, alles schmerzt. Ich kann nicht aufstehn, bin zu erschöpft. Die ganze Last, der ganze Schmerz meines bisherigen Lebens überfährt mich wie ein rasender Schnellzug. Ich schliesse die Augen. Ich will Schlafen. Nur noch schlafen. Doch muss aufstehn. Darf nicht liegen bleiben. Muss weiter. Immer weiter. Mit letzter Kraft erhebe ich mich vom Asphalt und realisiere, dass mein Bein gebrochen ist. Der Schmerz dessen erinnert mich daran, dass ich am Leben bin. Ich lebe. Ja verdammt. Ich mache mich auf allen vieren auf den Weg und frage mich an welcher Ecke ich mir selbst abhanden gekommen bin.
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